Allgemeine Informationen

Allergien und Intoleranzen – ein Problem von zunehmender volksgesundheitlicher und –wirtschaftlicher Bedeutung

 

Ein Anteil von über 20% der Schweizer Bevölkerung ist von einer Allergie oder einer Intoleranz betroffen. In der Schweiz leben damit – Tendenz steigend – gegen 2’000'000 Betroffene.

 

Was bedeutet Allergie?
Eine Allergie bedeutet eine massiv überhöhte Reaktionsbereitschaft des Abwehrsystems. Diese richtet sich gegen ein an sich unproblematisches Molekül (Allergen), zum Beispiel in Atemluft, in Lebensmitteln oder in Kosmetika, und läuft derart heftig ab, dass der Organismus dabei in Mitleidenschaft gezogen wird. Bei Personen mit einer Allergie reichen schon kleinste Mengen (im Bereich von Millionsteln eines Gramms) von allergieauslösendem Material, um belastende Symptome des Atemtraktes, des Magen-Darmtrakts oder der Haut auszulösen.
Die Lebensqualität kann stark eingeschränkt werden, hoher Leidensdruck kann entstehen, insbesondere auch, da Kinder und Jugendliche überdurchschnittlich häufig betroffen sind. Im Extremfall kann es zu lebensbedrohlichen Kreislaufproblemen (Schockzuständen) oder sogar Todesfällen kommen. Allergische Symptome treten typischerweise wenige Minuten nach Kontakt mit dem Allergen auf. Experten schätzen die jährlich anfallenden volkswirtschaftlichen Kosten in Folge von Allergien auf 1,5 – 2 Milliarden Franken.

 

Laktoseintoleranz und Zöliakie
Beispiele für wichtige Intoleranzen sind Laktoseintoleranz und die Zöliakie. Eine Laktoseintoleranz besteht, wenn das Enzym Lactase in zu geringen Mengen vorhanden ist oder ganz fehlt. Dadurch wird die Laktose nicht verdaut, sie verursacht Blähungen und Durchfall. Laktose ist in der Milch fast aller Säugetiere enthalten. Daher kommt Laktose nicht nur in Kuhmilch, sondern auch in Schaf- und Ziegenmilch vor.

Zöliakie ist eine Unverträglichkeit des Dünndarms gegenüber Gluten. Gluten ist ein Sammelbegriff für Proteine (Klebereiweisse), die in den Getreidesorten Weizen – inkl. Einkorn, Emmer und Kamut, Dinkel, Grünkern, Gerste, Roggen und Hafer – enthalten sind. Bereits durch kleine Mengen glutenhaltiger Nahrungsmittel wird bei Zöliakiebetroffenen die Dünndarmschleimhaut durch eine Autoimmunreaktion massiv geschädigt. Diese Schädigung führt zu einer verminderten Aufnahme von Nährstoffen und damit zu einer Unterversorgung des Körpers und entsprechenden Folgeschäden. Bis jetzt sind keine therapeutischen Möglichkeiten bekannt, um die Veranlagung zur Zöliakie zu heilen. Die Betroffenen können aber beschwerdefrei und gesund leben, solange sie eine glutenfreie Ernährung konsequent einhalten. Dies bedeutet, dass auf alle Nahrungsmittel, die in irgendeiner Form glutenhaltige Getreide enthalten, verzichtet werden muss. 

 

Information – der alles entscheidende Faktor für einen optimalen Umgang mit Allergien und Intoleranzen
In vielen Fällen ist bis heute das Vermeiden eines jeden Kontaktes mit dem allergie- oder intoleranzauslösenden Material die einzige Möglichkeit, eine Reaktion zu verhindern. Dies zeigt die überaus wichtige Rolle der Verfügbarkeit, Verständlichkeit und Korrektheit von Informationen zu den in Konsumgütern enthaltenen allergie- oder intoleranzauslösenden Stoffen. Mit den für sie zweckmässigen und wichtigen Informationen können Betroffene Kaufentscheide fällen, die es ihnen ermöglichen, den Kontakt mit unverträglichem Material zu minimieren und so Symptome zu vermeiden: www.ahaswiss.ch (infos zu Allergien).